Welches Filament verwende ich wofür?

Filament ist grundsätzlich genau das, was benötigt wird, damit der 3D Drucker aus Ideen, Realitäten werden lassen kann. Es bildet also den Basisrohstoff, um Objekte, Modelle oder Prototypen zu schaffen.

Dieser Rohstoff wird in zwei gängigen Durchmessern angeboten. Entweder mit einem Durchmesser von 1,75 mm oder 2,85 mm. Für letzteres hat sich ebenfalls die Verkaufsbezeichnung 3,00 mm durgesetzt - obwohl das Filament immer 2,85 mm Durchmesser aufweist.

Bei qualitativ hochwertigen Filamenten ist die Wicklung ohne Überlagerungen geschehen. Das stellt sicher, dass sich das Filament nicht in sich selbst verfangen kann und schlimmstenfalls damit den Druck abbrechen lässt.

Filament neigt ebenfalls dazu, Feuchtigkeit aus der Umgebung zu ziehen. Nur trockenes Filament erzeugt gute Druckergebnisse.

Filamente gibt es in verschiedenen Beschaffenheiten. Gerne möchten wir Ihnen die wichtigsten näher bringen:

PLA

In Kürze: PLA sollte für gewöhnliche Drucke bevorzugt werden und kann in der Regel von jedem Drucker einfach verarbeitet werden. Besonders als Einstiegsfilament ist es zu empfehlen. Ein "Alltagsfilament".

Etwas ausführlicher: Die Abkürzung PLA steht für Polylactide. Grundsätzlich ist PLA ein Kunststoff, der aus natürlichen Molekülen zusammengesetzt wird - z.B. aus Milchsäure oder pflanzlichen Bestandteilen..
PLA ist durch seinen teilorganischen Ursprung teilweise biologisch abbaubar. Es ist sehr UV-Beständig und weist damit eine lange Farbechtheit auf. Ebenfalls ist es schwer entflammbar und eignet sich durch eine geringe Dichte besonders für leichte Konstruktionen und Modelle. PLA eignet sich allerdings nicht für den medizinischen oder lebensmittelverarbeitenden Bereich. Das Material neigt ebenfalls kaum zum "Warping", also dem verformen während des Drucks.
Die Drucktemperaturen liegen in der Regel zwischen 190°C und 215°C

PLA für Ihren 3D Drucker finden Sie hier.

ABS

In Kürze: ABS ist ein Kunststoff der widerstandsfähig und robust ist. Er begenet uns fast täglich. Der Großteil aller Gegenstände in unserem Alltag aus Kunststoff sind aus ABS hergestellt - zum Beispiel kleine Steine für Kinder, die man zusammenbauen kann und mit L beginnen und mit EGO aufhören. ABS stellt spezielle Anforderungen an den Drucker, zum Beispiel höhere Verarbeitungstemperaturen als PLA und einen möglichst beheizten Druckraum.

Etwas ausführlicher: Die Abkürzung ABS steht für Acrylnitril-Butadien-Styrol. ABS ist ein vollständig syntethischer Kunststoff, der in der Natur schwer abbaubar ist. ABS kann Ölen und fetten gut widerstehen und ist ebenfalls für die Verwendung im Freien geeignet. Die Drucktemperaturen für ABS liegen im Bereich 220°C - 250°C und damit deutlich über PLA. Ebenfalls ist es während des Drucks unbedingt ratsam, eine konstante Umgebungstemperatur zur Verfügung zu stellen. ABS neigt ebenfalls leicht dazu, sich während des Drucks zu verformen. Um diesen "Warping"-Effekt zu minimieren müssen beheizte Druckoberflächen verwendet werden. Während des Drucks muss mit Geruchsbildung gerechnet werden.

PETG

In Kürze: PETG ist ähnlich leicht zu verarbeiten wie PLA, jedoch widerstandsfähiger.


Etwas ausführlicher: Die Abkürzung PETG begenet uns zum Teil im Alltag - in PET-Flaschen. PETG ist im Vergleich zu diesem Kunststoff mit Glycol angereichert. Diese Veränderung sorgt dafür, dass der Kunststoff widerstandsfähig, hoch schlagfest, sehr UV-beständig und einfach zu drucken ist. Die Drucktemperaturen liegen in der Regel zwischen 200°C - 230°C. PETG eignet sich durch seine hohe Widerstandskraft auch für den Außenbereich. Ein sehr gutes Filament für Einsteiger und Fortgeschrittene, die Modelle mit höherer Stabilität benötigen.